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Der Verfasser ist Strafanstaltsfürsorger, spricht somit aus eigener Erfahrung. Einleitend weist er darauf hin, daß das Ziel einer Resozialisierung des Rechtsbrechers durch den Strafvollzug auch von den alten Systemen mit ihrer Abschreckung und Vergeltung angestrebt wurde, daß heute also lediglich die angewandten Methoden andere sind.
Im weitaus größten Teil der Schrift — und darauf beruht ihr Wert — gibt der Autor eine übersichtliche, alle Einzelmomente zusammenstellende Kritik an den heutigen Methoden der Strafanstalts „erziehung“, insbesondere am Stufensystem, das sich in Deutschland und anderen Ländern vollständig durchgesetzt hat. Finke findet, daß das Progressivsystem wohl geeignet ist, Heuchelei, Neid und Mißgunst unter den Gefangenen großzuziehen, daß es auch der Anstaltsleitung bequeme Mittel zur Aufrechterhaltung der Hausdisziplin an die Hand