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Die Arbeit versucht zu zeigen, daß die künstlerische Form des Sonetts besonders geeignet sei, ein Gefühlsgemenge von Liebe und Angst auszudrücken. Ein solches Gemenge aber entspricht der im Unbewußten ewig lebenden Ödipusliebe. Der Gegensatz der zwei Vier-und Dreizeiler entspreche dem der Gefühle. Das strenge Halten an Formregeln soll ein Schuldgefühl wegen der „Verletzung der Mutter“, als deren Symbol das ganze Gedicht aufzufassen sei, aus der Welt schaffen. Im Gegensatz zum üblichen Sonett hätten die Sonette von Shakespeare männlichen Charakter.
Fenichel (Berlin)