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Hübsche Beispiele illustrieren die egozentrische Einstellung und die Ambivalenz des kleinen Kindes und zeigen, wie es neben der Liebe und Hilfsbereitschaft auch Haß und Todeswünsche äußert. Ein viereinhalbjähriger Junge droht einem Gleichaltrigen:„Wir wollen Pipi auf ihn machen.“ „Ja“, bestätigen seine Freunde, „wir werden ihn vergiften“; „ja, wir wollen, daß er einen Ausschlag bekommt. „Die Drohung, auf jemanden zu urinieren, ist häufig. Von theoretischem Interesse sind die Beobachtungen über die spontanen Gruppenbildungen der Kinder. Diese gingen immer mit Haß gegen eine außerhalb der Gruppe stehende Person einher. Bemerkenswert ist die Strenge der moralischen Urteile der Kinder, auch derjenigen, die selbst nie streng behandelt wurden und von den Eltern überhaupt keinen schroffen Tadel oder eine Verurteilung gehört hatten. In der Schule, in der es nur eine milde Disziplin gab, zeigten die Kinder oft ein Bedürfnis nach strenger Behandlung. Häufig entsprangen Haßregungen dem Schuldgefühl; dem getadelten (eventuell angegriffenen) Kinde wurden dann die eigenen Fehler vorgeworfen. M. Schmicleherg (Berlin)