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Die historischen Grundlagen der Psychoanalyse aufzuzeigen ist eine Aufgabe, die — voll ausgeschöpft — die Problemgeschichte der Psychologie und Philosophie überschreiten müßte. Verfasserin schränkt ihre Arbeit bewußt auf den psychologisch-philosophischen Untergrund der Psychoanalyse ein und läßt somit eine Reihe von medizinhistorischen (aber auch von soziologischen und anderen) Fragen außer Betracht, die für eine Geschichte des psychoanalytischen Gedankenkreises von Belang sein könnten. Trotz dieser Einschränkung — die übrigens schon durch den Fortfall des bestimmten Artikels im Titel des Buches angedeutet scheint — verdient die Arbeit als erste umfassende und ernste Spezial untersuchung, die von nichtanalytischer Seite zu diesem Thema vorliegt, unser volles Interesse. Als Ausgangspunkt für die Untersuchung der historischen Grundlagen nimmt die Autorin das Begriffsgerüst der Freudschen Psychologie; sie stellt Freuds Auffassung vom „Mechanismus des psychischen Apparates“ in den Vordergrund (unter vornehmlicher Berücksichtigung der früheren Schriften). Im einzelnen werden Freuds Eintreten für den psychophysischen Parallelismus, seine Fortbildung der Aphasielehre, sein Verhältnis zum Sensualismus, zur Assoziationstheorie, zur Frage der Quantifizierbarkeit im Seelischen, seine Auffassung des Mechanismusbegriffes und des Unbewußten, schließlich die Beziehungen analytischer Grundbegriffe zum Reflexschema und überhaupt zur Physiologie geschickt und — soweit ein Querschnitt durch Freuds frühere Werke gemeint ist — auch zutreffend skizziert; die (anhangsweise) Darstellung der späteren Funde und Gedanken Freuds ist freilich allzu dürftig ausgefallen. Nach einer kurzen Charakteristik der Persönlichkeit Freuds (die sich im wesentlichen auf seine Selbstzeugnisse stützt) geht dann Verfasserin auf Grund jener Skizze des analytischen Begriffsgerüstes den Einflüssen und Anregungen nach, welche die Psychoanalyse aufgenommen und verarbeitet hat. Aus der Einstellung Freuds zu Philosoph