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Der Autor macht in der vorliegenden Schrift den Versuch, die Geschichte des Funktionswechsels und -wandeis der Hände als ein wesentliches Moment der Gestaltung der menschlichen Kultur darzustellen. Die Auffassung einer ursprünglichen Gleichwertigkeit der beiden Hände sowohl als auch die Er gebnisse der biologisch-physiologischen Forschungen über die Ursachen der Rechtshändigkeit lehnt er ab und stellt die These auf, daß die Überwertigkeit einer Hand vor der anderen ein Urgut des Menschen bilde. Er nimmt es auf Grund von Befunden an steinzeitlichen Werkzeugen als erwiesen an, daß in der Urzeit des Menschen die Linkshändigkeit vorgeherrscht habe, die dann durch das Aufkommen des Waffengebrauches von der Rechtshändigkeit ab gelöst worden sei. Dann werden in Verwertung der Forschungen von Fließ die Beziehungen der Linkshändigkeit zur Bisexualität und zum Künstlertum erörtert und schließlich an der Entwicklungsgeschichte der Kulte gezeigt, wie die linke Seite einen Bedeutungswandel vom Guten zum Bösen erfahren habe. Die Bemühungen um das hochbedeutsame Problem der Rechts- und Links händigkeit haben mit dieser Schrift einen Beitrag in Gestalt einer Hypothese erhalten, die Interesse verdient.
O. Isakower (Wien)