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Dieses glänzend geschriebene Buch enthält eine leicht zugängliche Zusammenstellung all dessen, was über das Sexualleben der alten Griechen bekannt ist. Es ist, vielleicht zu seinem Schaden, in zwei Hauptabschnitte unterteilt, von denen der erste es mit der Erotik im allgemeinen zu tun hat, und unter anderem die Themen: Ehe, das Leben der Frauen, das Verhältnis zum Körper
behandelt während der zweite das Sexualleben in einem engeren Sinne des Wortes betrifft. Das Buch bespricht ausführlich die verschiedenen Perversionen und stellt natürlich mit besonderer Genauigkeit die eigenartige Form dar, in der die Homosexualität in Griechenland verbreitet war. Von ihr betont der Verfasser mit Recht, daß sie keinesfalls ausschließlich grob-sexuellen Impulsen entsprang, sondern daß sie auch ein Mittel war, gewisse, den Griechen teuere Ideale zu verwirklichen, insbesondere das einer kameradschaftlichen Bindung zwischen den Männern. Das Material, das er hiefür beibringt, wird gewiß vor allem die Analytiker interessieren und sie anregen, es vom Standpunkt unserer gegenwärtigen Auffassung vom Ursprung der sexuellen Inversion zu betrachten. Der Verfasser hat aus den ursprünglichen Quellen geschöpft und in besonderen Kapiteln die betreffende Literatur besprochen. Das Buch ist mit Illustrationen reich ausgestattet.
E. J. (London)