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Die Verfasserin untersucht im Anschluß an die Lehre Karl Bühlers die Entwicklung der Darstellungsfunktion beim Kinde, indem sie in vier Versuchsreihen grundlegende Darstellungsarten, wie Darstellung durch Handlung, bauende und
zeichnerische Betätigung und willkürliche Zeichensetzung in ihren einzelnen genetischen Phasen bis in das sechste Lebensjahr untersucht, wobei es der Verfasserin hauptsächlich auf die Untersuchung der letzteren, der symbolischen Darstellung, ankommt, da mit der Beherrschung derselben der Zustand der Schulreife gegeben sei. Obwohl von achtzig Prozent der Dreijährigen außerhalb des sprachlichen Gebietes — in diesem wird Darstellung schon im Stadium der Namengebung, also im ersten Lebensjahre geübt — die Darstellung durch willkürliche Zuordnung von Zeichen erfaßt wird, meint Verfasserin, daß erst mit dem Alter von sechs Jahren allgemein das Erlernen von Lesen und Schreiben geboten sei, da in diesem Alter die dazu erforderliche Gedächtnis- und Auf-merksamkeitsleistung ohne zu große Anforderung an das Kind aufgebracht werden kann.
K. Eissler (Wien)