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Das Buch von Jacoby hebt sich durch eine Reihe von Vorzügen aus der Flut der graphologischen Literatur heraus: es verrät eine sympathische Vorsicht in seinen Formulierungen und eine nüchterne Grundauffassung in der klaren Darstellung; es wendet sich offen gegen die überspannten Erwartungen, die man heute in weiten Kreisen der Graphologie entgegenbringt. Diese Vorzüge sind sicher zum Teil der weitgehenden, vom Autor selbst hervorgehobenen Anlehnung an L. Klages zu danken. Ganz im Sinne der Klages'schen Denkweise und seiner Denkschemata wird auch das Thema „Handschrift und Sexualität“ abgehandelt, indem bei der Sexualität unterschieden werden: „Triebstärke, sinnliche Ansprechbarkeit, willkürliche und unwillkürliche Hemmungsbereitschaft, seelische Betonung“ und die Zusammenhänge dieser Aspekte der Sexualität mit bestimmten Eigentümlichkeiten der Handschrift, wie Druck, Teigigkeit, Rhythmus usw., aufgesucht werden. Mit der Anlehnung des Autors an Klages hängen aber auch die Grundmängel des Buches zusammen: die dogmatische Enge seiner Betrachtungsweise und die Magerkeit der theoretischen Ergebnisse. Sein Wert besteht im wesentlichen nur darin, das, was die Klages'sche graphologische Schule über das Thema zu wissen glaubt, übersichtlich darzustellen und durch gut ausgewähltes Material zu illustrieren. Der Psychoanalytiker findet wenig, was ihn interessieren könnte. Er wird vor allem den Begriff des Triebschicksals und