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Nach gründlicher Studie und Kritik der einschlägigen Literatur — ohne Eingehen in die Probleme der „freien“ Assoziation im Sinne der Psychoanalyse — wird die eigene Stellungnahme entwickelt. Erinnerungsfähigkeit und Verähnlichungsfähigkeit bilden die zwei Prinzipien der Assoziabilität. Diese seien nicht mechanische Gesetze, sondern Determinationen, in welchen in gewissem Spielraum auch das Unbewußte mitsprechen darf. Das Prinzip der Verähnlichung soll die Kernarbeit der Seele darstellen. Von einer anderen Seite her wird dasselbe folgendermaßen entwickelt: Statt der Assoziationsgesetze sei eine regulative Dynamik des Seelenlebens anzunehmen, die Dynamik der „inneren schaltenden und umschaltenden, aufbauenden und verdrängenden (Freud!), entgegen- und widerstrebenden Faktoren im ‚Schaltwerk‘ nicht nur ‚der Gedanken‘, sondern der subjektiv-persönlichen Tendenzen und Richtungslinien überhaupt …“ Soweit wird von der Psychoanalyse nur Gutes ausgesagt, doch der psychoanalytische Begriff der Libido solle von seiner einseitigen Sexualbetontheit befreit werden. Dann könne sie als oberstes Kriterium der Seelendynamik gelten.
I. Hermann (Budapest)