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Gesprochen in der Ferenczi-Gedächtnisfeier der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft in Berlin am 13. Juni 1933
Die Nachricht, die uns vor drei Wochen plötzlich traf, Sándor Ferenczi sei gestorben, erschütterte uns deshalb so besonders tief, weil sie uns einer Hoffnung endgültig beraubte, die wir trotz banger Sorge und schmerzlicher Trauer seit dem vorigen Kongreß, im September 1932, noch innigst hegten, die Hoffnung, daß Ferenczi doch noch gesund und in alter Anteilnahme an unser aller Arbeit führend in unsere Reihen zurückkehre. Wir Älteren hatten nämlich in Wiesbaden mit Kummer entdeckt, daß manche beunruhigende Zeichen und Nachrichten aus der Ferne nicht getrügt hatten, daß ein körperlich schwer kranker und uns verlorengehender Mensch dort vor uns stand. Unendlich schmerzlich war uns die Notwendigkeit, darauf zu verzichten, Ferenczi die Präsidentschaft unserer Psychoanalytischen Vereinigung zu übertragen, ihm, dem Ältesten unserer engsten Brüdergemeinschaft in Freud, ihm, dem die Idee der Gründung der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung ihre Entstehung verdankt. Ferenczi gehörte zu der Gattung von Analytikern, die das, was ihnen wissenschaftliche Überzeugung ist, als ihren Lebensinhalt auch lieben, und die das, was sie lieben, auch schützen wollen. Und wir, die wir die Internationale Psychoanalytische Vereinigung so wollen wie sie gedacht war und wollen, daß sie so sein soll,