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Ich habe früher (S. 315) die „geträumte Fehlleistung“ an wenigen Beispielen besprochen und dabei erklärt, daß man von einer Fehlleistung des Traumes, d. h. der Traumarbeit, nicht sprechen kann, denn der Traum verfährt überhaupt kontrollos mit den Objektbesetzungen. Wenn wir aber auch das Verhalten des Ichs mit heranziehen, so finden wir mitunter ein Zurückbleiben der Ichgrenze hinter der Aufgabe, die die Objektbesetzungen stellen, analog wie wir es für die Fehlleistung beschrieben haben. Auch könnten Kontaminationen und Mischbildungen im Traume darauf beruhen, daß mehrere Ichgrenzen sich gleichzeitig mit verschiedenen Objekten beschäftigen; andere Verdichtungen entstehen hingegen durch das Zusammentreten verschiedener Objektbesetzungen in unbewußter Arbeit. Ich kann aber für diese Unterscheidung noch keine bestimmten Kriterien angeben. Ich will nur ein Beispiel für ein derartiges traumhaftes Äquivalent des Vergessens bringen.
Man träumt ja sehr oft, daß man etwas nicht weiß; das beruht darauf, daß nur ein geringer Teil des Denkmaterials bei jedem Traumbilde dem partiell erwachten Ich ins Bewußtsein tritt. Der Träumer setzt sich darüber hinweg, manchmal mit Gleichgültigkeit, oft auch mit Ärger. Wahrscheinlich wirkt ein determinierter Widerstand gegen das ärgerlich Vergessene dabei