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Vor etwa zwei Jahren wurde meine Aufmerksamkeit durch klinisches Material auf das Studium des jüdischen Rituals gelenkt, besonders auf die Bedeutung der Gebetsriemen, des Gebetsshawls und des Türpfostensymbols. Zur selben Zeit etwa wurden in der Imago (, Heft 3/4) zwei Arbeiten veröffentlicht, eine von Reik über „Gebetsshawl und Gebetsriemen der Juden“, die andere von Langer „Über die jüdischen Gebetsriemen“. Die vorliegende Arbeit wird klinisches Material in dieser Richtung bringen und einen Überblick über die verschiedenen psychoanalytischen Gesichtspunkte sowie einen Hinweis auf sonstige Literatur, und zwar in folgender Anordnung:
Beschreibung von Aussehen und Gebrauch:
Von Phylakterien-Gebetsriemen (hebräisch; tefillin).
Des kleinen viereckigen Umhangs (hebräisch: tsitsith-Quasten, Fransen oder arba'kanfoth, vier Ecken).
Des großen, viereckigen Gebetsshawls (hebräisch: talith, Umhang).
Der Türpfostenrolle (hebräisch: mesusah, Türpfosten).
Allgemein jüdische Meinung über Gebrauch und Bedeutung dieser Zierate.
Anschauungen einiger moderner Gelehrten, die als 1) Amulett- und 2) Phallustheorie zu bezeichnen wären.