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Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie nicht suchen.
„Die narzißtische oder Ich-Libido erscheint uns als das große Reservoir, aus welchem die Objektbesetzungen ausgeschickt und in welches sie wieder einbezogen werden, die narzißtische Libidobesetzung des Ichs als der in der ersten Kindheit realisierte Urzustand, welcher durch die späteren Aussendungen der Libido nur verdeckt wird, im Grunde hinter denselben erhalten geblieben ist“ (Freud).2
Ein Sachverhalt, der eine Fülle von Fragen geradezu herausfordert. Denn daß das Ich zugunsten eines fremden Ichs von seiner Libido abgibt, sich dieser entäußert, ist alles andere denn eine Selbstverständlichkeit, die jegliches Fragen nach Ursachen entbehrlich macht; ist vielmehr ein Mirakel, das der Erklärung in höchstem Maße bedürftig erscheint. Warum tut dies das Ich? Von welchen Motiven ist es dabei getragen? Hat es — wie naheliegend — Vorteile dabei und welche?
Es gibt unseres Wissens in der psychoanalytischen Literatur bloß einen einzigen direkten Hinweis auf dieses Rätsel. Er stammt von Freud, der in „Zur Einführung des Narzißmus“ meint, das Ich greife zur Objektbesetzung, damit eine höhere Stauung der Libido im Ich, die unlustvoll empfunden werden könnte, vermieden werde. Ein energetischer Erklärungsversuch, dem gewiß