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Das Tier erscheint um so intelligenter, je länger seine Kindheit gedauert hat. „Die Kindheit bei Mensch und (höherem Wirbel-) Tier zeichnet sich dadurch aus, daß die Eltern, in erster Linie die Mutter, die lebensnotwendigen Bedürfnisse befriedigen, wodurch dem Kinde eine gewisse Sicherheit, eine Schonzeit vor der Realität, gewährt ist. Und das Kind benützt diese Schonzeit — zum Spielen… Das heißt, es beginnt eine im Rahmen der Brutpflege gewissermaßen überflüssige Anlage zu entfalten.“ Jagen und Kämpfen in spielerischer Wiederholung führt zum Erkennen der Gegenstände, d. h. zur Objektivierung, „während das spielende Tier sich selbst in der Fülle immer neu und immer anders wiederholter Bewegungen in seinen vielfältigen Möglichkeiten als Subjekt erlebt. — Es zeigt sich nun, daß der Mensch… mehr dem jungen Tier als dem ausgewachsenen gleicht. Während das Tier seiner Jugendzeit eine Bereicherung an Handlungsmöglichkeiten und eine gewisse Wahlfreiheit der Handlungen in bezug auf das biologische Ziel verdankt, verdankt der Mensch seiner extrem langen Abhängigkeit von seinen Eltern — seine Kulturfähigkeit.“ Kultur ist u. a. eine „Äternisierung der elterlichen Fürsorge“. Sie befreit „einen Teil des animalischen Systems von der Zusammenarbeit mit den vitalen Bedürfnissen. Wir sagen: von den Trieben“ (Beutegewinnung, Feindesschutz, Gewinnung des Geschlechtspartners). Die beiden Extreme der elterlichen, resp. kulturellen Fürsorge: Überstrenge und Verzärtelung führen zum nämlichen Resultat; „sie machen den Menschen vermindert lebensfähig. Der Mensch hat in einem solchen Milieu keine Gelegenheit, die Sprache seines Innern kennenzulernen… Er befindet sich mit seinem entfremdeten senso-motorischen System ratlos den sich meldenden vitalen Spannungen, den Trieben gegenüber, weil er nicht gelernt hat, sie außerhalb des Rahmens elterlicher Fürsorge, gewissermaßen in eigener Regie zu befriedigen.“ Wird also die Erziehung „forciert, wird die Verbindung von Triebspannung und animalischer