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„Diese Arbeit möchte ein Beitrag zur Psychologie der Ablenkung, ‚divertissement‘ im Sinne von Pascal sein. Es sollen die wichtigsten moralischen Ausflüchte aufgezeigt werden, durch die es dem Menschen gelingt, sich von gewissen Gedanken abzulenken, von denen erfüllt zu sein eine Gefährdung des Lebens bedeutet.“ Mit diesen Worten wird die vorliegende Schrift eingeleitet, in der der Verf. die bemerkenswertesten Versuche aufzeigt, die der Mensch
auf den Gebieten der Philosophie und der Religion unternommen hat, um sich von den „ewigen Zwangsvorstellungen zu befreien, die ihn bedrängen; die Schwäche vor dem Unendlichen, der Mangel eines höchsten Zieles, die Angst vor dem Tod, u. a. m.“.
Es handelt sich um eine philosophische Studie, die unter dem Gesichtswinkel der Psychoanalyse kein Interesse hat; der Name Freuds begegnet weder im Text noch im Schriften verzeichnis. Der aber, der sich über die Bemühungen und Befreiungsversuche (rédemption) der wichtigsten Mystiker (hl. Teresa, hl. Johann vom Kreuz, Pascal), Metaphysiker (Schopenhauer) und Positivisten (Auguste Comte) unterrichten will, wird diesen großen, sehr gut geschriebenen Band, der von höchst persönlichen Ideen erfüllt ist und von stattlicher Belesenheit zeugt, mit Nutzen durcharbeiten.
H. Flournoy (Genf)