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Schon Moebius wagte den Versuch, die letzten Schriften Nietzsches aus seiner Krankheit abzuleiten. Auch der Autor der vorliegenden Arbeit kommt zum Schlusse, daß das Werk Nietzsches der Ausdruck eines Kampfes ist, um qualvolle Zustände zu überwinden. („L'oeuvre de N. est l'expression d'une lutte pour vaincre des douloureuses hantises.“) In sorgfältigem Studium wird die individuell psychologische Bedingtheit des Werkes verständlich gemacht, unter Einflechtung zahlreicher Beispiele, die eine sorgfältige Übertragung aus dem Urtext verraten. Obwohl die Ausführungen viel Verlockendes an sich haben, befriedigen sie den Leser doch nicht ganz. Einerseits ist der geniale Blick Nietzsches für historische und psychologische Probleme nichts Krankhaftes, andererseits fehlen der vorliegenden Arbeit die psychoanalytischen Voraussetzungen, ohne die eine solche Untersuchung heutzutage nicht mehr gedacht werden kann.
Ph. Sarasin (Basel)