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Die Frage der Identität der Traumsymbolik in Sprachen verschiedener Herkunft ist von weitgehender Bedeutung; ihre Lösung kann auf viele Gebiete der Psychologie (Genese der Sprache, Begriffsbildung, kollektives Unbewußtes, Vererbungsmneme usw.) Licht werfen.
Da ich die Analyse oft in hebräischer Sprache durchführe, so hoffe ich, durch den Vergleich der Symbolik in der semitischen und in den indogermanischen Sprachen, die voneinander weiter entfernt sind als die verschiedenen Zweige des Indogermanischen, einmal zur Klärung dieses Problems beitragen zu können. Als Vorarbeiten habe ich „Psychoanalytische Ahnungen in der Traumdeutungskunst der alten Hebräer nach dem Traktat Brachoth“ (Psa. Bewegung, V. 1933) und die vorliegende Arbeit zur Veröffentlichung bestimmt.
In dieser Studie will ich die Existenz des unbewußten Denkens im Hebräischen (erst neu wiedererlebte Sprache, keine Vererbungsmnemen) nachweisen und durch die angeführten Beispiele den Reichtum der Wortspiele in Träumen der hebräisch Denkenden ahnen lassen, gleichzeitig für dieses gehäufte Auftreten von Wortspielen im Hebräischen eine Erklärung zu geben versuchen.
Ein Begriff kann dank der Ähnlichkeit der Form, der Eigenschaften, der Funktionen, der Art der Entstehung oder dank der Ähnlichkeit des Wortklanges an die Stelle eines zweiten treten. Das Symbol (entstanden durch Ähnlichkeit der Form, Eigenschaft, Funktion oder Entstehungsart) ist nicht oder nicht unbedingt an den Sprachausdruck gebunden. Je mehr das Symbol Wortklangähnlichkeit behält, um so mehr verliert es von seiner Wirkung.
Umgekehrt ist es beim Wortspiel: es ist gelungen, wenn nur die Ähnlichkeit im Wortklang, sonst aber keine Ähnlichkeit besteht.
Da die Wortspiele ihrem Wesen nach an die Sprache gebunden sind, sind sie in jeder Sprache verschieden.
Die Entscheidung über die richtige Erfassung der Symbolik in einer auf diesem Gebiete noch kaum bearbeiteten Sprache kann man erst nach vieler Erfahrung treffen. Die Wortspiele aber, wenn gelöst, verleihen