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An die Betrachtung des großen theologischen Wörterbuches, das, wie wir sahen, hauptsächlich auf die erzieherischen und seelsorgerlichen Anwendungsmöglichkeiten der Psychoanalyse sein Augenmerk richtet, können wir sinngemäß das Referat über zwei in den letzten
Jahren erschienene, konfessionell eingestellte pädagogische Wörterbücher anschließen. Es handelt sich um ein katholisches und um ein protestantisches. Was das erste im Vorwort vorausschickt, daß die einzelnen Tatsachen am christlichen katholischen Wertbewußtsein gemessen und die pädagogischen Aufgaben im Geiste katholischen Wertstrebens gelöst werden, könnte, mit Änderung eines Wortes, auch das zweite Lexikon von sich sagen. Es wird sich bei näherer Betrachtung ihrer Aussagen über die Psychoanalyse auch zeigen, daß sich zwischen den Stellungnahmen der konfessionell orientierten Pädagogen beider Kirchen zur Psychoanalyse kaum ein Unterschied wahrnehmen läßt.
In zwei umfangreichen Bänden, mit den Jahreszahlen 1930 und 1932, präsentiert sich das im Verlag Herder Sc Cie., Freiburg i. Br. erschienene „Lexikon der Pädagogik der Gegenwart“, herausgegeben vom „Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik“, Münster i. W., Leitung der Herausgabe Dr. Josef Spieler. Das Werk tritt gewissermaßen an die Stelle des ebenfalls katholischen Roloffschen „Lexikons der Pädagogik“ (1913 bis 1917). Die ganze Pädagogik wird in diesem neuen Lexikon gesehen „im Lichte der philosophia perennis, die das alte platonisch-aristotelische Erbe in der klaren Form und Folgerichtigkeit des thomistischen Ausbaues festhält“. Alles, was in den letzten Jahrzehnten an neuen Forschungsergebnissen auf dem Gebiete der Erziehungswissenschaft oder dem der Menschenkunde überhaupt zutage getreten ist, wird insofern berücksichtigt, indem es zu den religiösen Voraussetzungen der katholischen Pädagogik in Beziehung gesetzt, an ihren Wertsetzungen gemessen wird. Auch an der Psychoanalyse geht daher dieses Lexikon nicht stumm vorüber, von den etwa zweihund