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Diese sorgfältige behaviouristische Arbeit aus dem Bühlerschen Institut in Wien stützt sich auf Milieuuntersuchungen an proletarischen Säugling- und Kinderheimen. Sie führt zu klaren Ergebnissen über den relativen Wert der Umgebung für die Entwicklung im ersten Lebensjahr.
Als wichtigstes Resultat verzeichnen die Untersucher die negative Beeinflussung in jeder Beziehung durch eine allzu strenge hygienische Körperpflege. Sie hindert das Kind an der Entwicklung der Körperbeherrschung, der Materialbeherrschung; sie hemmt die Entfaltung von Gedächtnis und Intellekt. Denn sie trägt nicht die wesentlichen Qualitäten an das Kind heran, die eine adäquate Beherrschung des Umfeldes fördern.
Diese Qualitäten werden maximal entwickelt durch den mütterlichen Kontakt, besonders wenn er einhergeht mit einem Heranbringen eines bunten Vielerleis von optisch und taktil reichhaltigen Gegenständen.
Die Pflegerin ersetzt die Mutter keineswegs. Sie genügt nicht der Forderung nach einer seelischen Hygiene, die in einer Förderung der aktiven Umweltbeziehung in diesem Alter bestehen muß. Ohne daß eine mütterliche Frau sich mit dem Kinde abgibt, bringt das Kind seine Möglichkeiten nicht zur Entfaltung. Nur angedeutet ist in der Arbeit das Problem der Kinderschädigung durch eine übermäßige Intensivierung der Umweltintentionen des Kindes bei ehrgeizigen, unbefriedigten Müttern; in diesem Falle würden die Kinder nicht zu jener Ruhe kommen, die ihnen eine autochthone Verarbeitung der durch die Mutter nahegebrachten Umwelt ermöglicht.
Das Resultat der vorliegenden Untersuchung ist für uns nicht neu: Mutterliebe ist wichtiger als eine geschulte Pflege, da wir schon in diesem Alter „neben dem physiologischen die Gestalt der Mutter psychologisch im Leben des Säuglings als relevant bezeichnen können“.
Das Ergebnis stimmt mit der psychoanalytischen Erfahrung überein, daß eine zu große mütterliche Distanz — in gleicher Weise übrigens wie eine zu große Distanzlosigkeit — zu einer unbewußten Mutterfixierung f