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Der Autor, Dr. med., teilt in der Einleitung mit: „Der in jedem Menschen seit der ersten Kindheit innewohnende Trieb, Neues und Rätselhaftes zu untersuchen — ein durch die
Psychoanalyse nicht genug beachteter Trieb —, führte mich dazu, das Wie und Wo der Verstöße gegen Logik und Vernunft zu untersuchen. Ich kam dabei zu dem Resultat, daß ein erheblicher Teil des von Freud und seinen Schülern mit Fanatismus aufgebauten psychoanalytischen Gebäudes nur die Folge einer Entdeckerpsychose ist; daß das psychoanalytische Heilverfahren auf falschen Voraussetzungen aufgebaut, auf Irrwegen ohne festen Grund sich bewegt, daß also die Lehre mit einem wahren, für die Medizin bedeutsamen Kern als Irrlehre zu bezeichnen ist.“
In der Folge beruft er sich auf Bumke, Forel, Prinzhorn, Vera Straßer, Richard Wähle und Raimann und in der Darstellung der Geschichte der Psychoanalyse auf Siebert. Er lehnt die Traumdeutung ab und hält die Methode der freien Assoziation für eine verschleierte Suggestion. Freud erscheint ihm als „Genie mit durch die freie Assoziation eingeengtem Wahrnehmungsfeld“. „Die Folgen des freien Assoziierens, des fließenden Aneinanderknüpfens der Gedanken ohne gehörige Tiefenkritik“ sind nach Ansicht des Verfassers in den meisten psychoanalytischen Schriften zu finden: „Es äußert sich dies auch in einem auffallend fließenden Stil und in reichhaltiger Ausdrucksweise.“ Im übrigen hält Verf. die Analyse für eine Massensuggestion, ruft gegen die Übertragung die Intervention der Gesellschaft an („auch im Interesse der Psychoanalytiker selbst“) und trägt als seines Erachtens eigene Theorie vor, daß nicht die „unbedeutenden“ traumatischen Erlebnisse pathogen seien, sondern „die allgemeine oder spezifische Überempfindlichkeit des Kindes — später des Erwachsenen —“ der Grund sei, „daß die unbedeutenden Vorkommnisse zum Konflikt heranwuchsen“.
Nachdem Verfasser nochmals die analytische Kur als hypnotischen Vorgang beschreibt und dafür schließlich gerade den Fall des Wolfsmanns