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Am Internationalen Psychologischen Kongreß in Kopenhagen im August 1932 sagte Claparède: „Unser Kollege Murchison veröffentlicht alle fünf Jahre Bücher über Psychologien“ — er gebrauchte den Plural —, „über Behaviourismus, Reflexologie, dynamische Psychologie, Psychoanalyse… sehr interessante Sammelwerke, die vor allem beweisen, daß unsere Wissenschaft noch recht zurück ist. Es gibt nicht mehrere Physiken und nicht mehrere Chemien, ebenso gibt es nur eine Psychologie oder besser, es sollte nur eine geben“ (1).
Wir stimmen diesen Worten unseres Lehrers vollkommen zu und dieser Bericht möchte den bescheidenen Versuch bedeuten, einen Teil der Ergebnisse der Psychoanalyse in den Rahmen einer allgemeinen Psychologie einzufügen. Wir glauben, daß die Psychoanalyse eine große Zahl endgültig gesicherter Tatsachen enthält und wenn dem so ist, so müssen diese Tatsachen zwangsläufig mit den Kenntnissen einer allgemeinen Psychologie zahlreiche Berührungen besitzen. Diese Tatsachen können nur dadurch gesichert werden, daß sie, nachdem sie unter psychoanalytischer Betrachtung gewonnen wurden, auch von anderer Seite her bestätigt werden und zu weiteren, von anderen Methoden her beleuchteten Erörterungen Anlaß geben.
Das Ganze der psychoanalytischen Forschungen wird dadurch gekennzeichnet, daß sie neues Licht auf den Inhalt des kindlichen Denkens geworfen haben. Das unmittelbare Denken des Kindes mußte jenen Beobachtern entgehen, die zugleich auch ein pädagogisches Ziel verfolgen und die sich daher