You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der kluge und gebildete Verfasser setzt sich mit den philosophischen Grundproblemen der Medizin in seiner Weise auseinander. Das Büchlein, das viele Probleme — Natur, Seele, Leben, Geist, Existenz, die Eigenart der Medizin, die mehrdimensionale Diagnostik, die Polarität von Ich und Gott — behandelt, ist notwendigerweise aphoristisch, orientiert aber gut über den gegenwärtigen Begriffskreis der psychologischen Medizin in Deutschland. Der Verf. will gerade der unter den Ärzten weit verbreiteten Meinung entgegentreten, die geistigen Probleme ließen sich von der Psychologie oder Biologie aus behandeln. Im Tode wird die Seele in einen noch höheren geistigen Zusammenhang eingewoben und von der individuellen Beschränktheit und dem Alleinsein befreit. Das Gewissen ist für den Verf. der Ort, wo der Geist in die Seele einbricht. Gott als schlechthin existierendes Wesen überragt das Gebiet jeder Teilwissenschaft.
Der Referent zieht freilich schlichte Beobachtung und Teilwissenschaft einer geheimnis vollen Einsicht in geistige Probleme und dem Wissen um schlechthin existierende Wesen vor. P. Schilder (New York)