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Französische Vertreter der Psychiatrie und Neurologie haben die Wissenschaft durch geniale Schilderungen ihrer Symptomatologie und scharfsinnige Klassifikationen bereichert. Um nur einen Namen zu nennen, sei an Janet erinnert. — Aus dieser geistigen Schule kommt Baudouin, und ähnliche Ziele steckt er sich für die Darstellung einer psychoanalytisch orientierten Kinderpsychologie. Das Gesamtproblem — die Psychoanalyse und das Kind — gliedert Baudouin in vier große Teilprobleme. Die Unterteilungen sind: 1. Die Mechanismen des kindlichen Seelenlebens. 2. Die großen Komplexe. 3. Die typischen Störungen. 4. Die Methode. — Der zweiten dieser Unterteilungen, den Komplexen, ist die vorliegende Arbeit gewidmet. Alle Triebenergien, welche unsere Vorstellungen speisen, müssen die Region der Komplexe passieren. In dieser Region schmelzen die Instinkte und finden sich zu neuen Verschmelzungen zusammen. Energien aus den verschiedensten instinktiven Quellen gehen in die Komposition eines jeden Mosaiks ein und jede Energiequelle findet sich in jeder psychischen Bildung wieder. Diese Verschmelzungen von einzelnen Triebelementen zeigt die Analyse des Erwachsenen im Unterbau seiner geistigen Haltungen. Die Analyse des Kindes läßt sie im ersten Entstehen beobachten. Deshalb muß die Psychologie des Kindes diese psychischen Gruppenbildungen darstellen. Verfasser stellt vier Komplexgruppen auf. Im Zentrum der ersten steht das Objekt. Das Ich ist das Kernproblem der zweiten. Die dritte Unterabteilung beschreibt die Verhaltensweisen, die vierte die Beziehungen zwischen den ein zelnen Komplexen und ihre Überschneidungen. Ein letzter Abschnitt zeigt dem Erzieher in einem allgemeinen Überblick die Konsequenzen dieses psychischen Sachverhalts für die Erziehung. Als Illustrationsmaterial dient dem Verfasser neben eigenen Fällen die psychoanalytische Kinderliteratur. An den zitierten Beispielen zeigt sich der genaue Kenner der Materie. Neben den Arbeiten der Freud sehen Schule werden auch Arbeiten