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Ein gewandter Schriftsteller und guter Musiker durfte zwei Jahre lang im Auftrag seines Verlages in Wien, Berlin und Hamburg den Spuren von Brahms Leben nachforschen. Der reich mit Bildern ausgestattete Band von 548 Seiten erscheint als Anachronismus aus der Inflationszeit Amerikas, hat aber auch einen reichen Inhalt, enthält manches Originelle, viel Anekdotisches und subjektive Auffassung der Werke. Des Referenten Studie „Johannes Brahms und die Frauen“ (Psychoanalytische Bewegung, April 1933) ist mit herangezogen und der Autor, der Psychoanalyse bisher fernstehend, doch bemüht, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Auch sonst beansprucht das Werk nicht mit Unrecht, unter die modernen psychologischen Biographien eingereiht zu werden.
E. Hitschmann (Wien)