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Der Autor gibt mehr als eine Analyse von Kierkegaards Begriff des „Ästhetischen“; er versucht eine Nachkonstruktion von Kierkegaards gesamter Philosophie. Für den Analytiker ist dieser Versuch nicht nur wegen der faszinierenden Persönlichkeit Kierkegaards, sondern vor allem auch deswegen von Interesse, weil das Vorgehen des Autors von psychoanalytischen Einsichten zutiefst beeinflußt ist. Das Buch W.'s ist geradezu ein typisches Beispiel für die Art der Auswirkung, welche die Psychoanalyse in den Geisteswissenschaften, speziell in der sog. „philosophischen Anthropologie“ findet. Der Autor möchte zwar seine Methode als „philosophische“ von der psychoanalytischen streng unterschieden wissen; aber er schließt sich in Wirklichkeit jenem Verhalten gegenüber der Psychoanalyse an, welches sie offiziell ablehnt und ihr trotzdem ein anonymes Weiterwirken im eigenen Denken gestattet.
W. formuliert das Programm seiner Arbeit mit den Sätzen: „Im Fuchsbau der unendlich reflektierten Innerlichkeit ihn (sc. Kierkegaard) zu stellen gibt es kein Mittel, als ihn bei den Worten zu nehmen, die, als Fallen geplant, endlich ihn selber umschließen. Die Auswahl der Worte, deren stereotypische, nicht stets geplante Wiederkehr zeigen Gehalte an, die selbst die tiefste Absicht des dialektischen Verfahrens noch lieber verstecken als offenbaren möchte. Es hat also die Interpretation des Pseudonymen Kierkegaard die flüchtig vorgetäuschte dichterische Einheit in die Polarität seiner eigenen spekulativen Intention und der verräterischen Wörtlichkeit zu zerlegen“ (S. 11). Im metaphorischen Ausdruck Kierkegaards