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Dieses Buch zeugt von der bemerkenswerten Bemühung eines jungen Schriftstellers, das neue Wissensgebiet zu assimilieren und zu verarbeiten. Der Autor zeigt einige allgemeine Voraussetzungen des Bedürfnisses nach Psychologie auf und legt die Aufstellung Freuds systematisch geordnet dar. Der Autor streift der Reihe nach die Trieblehre, die Deutung des Lebens der Primitiven, die Psychologie des Kindes, die Zusamensetzung des psychischen Apparates, den Traum, die Psychopathologie des Alltagslebens usw. und gelangt zur Neurosenlehre. Kein wichtiges Thema ist in dieser kleinen Abhandlung ausgelassen.
Das Buch endet mit einer Reihe von Betrachtungen über die moralische und soziale Tragweite der Analyse, die nach der Ansicht des Autors sehr hoch einzuschätzen ist; die Psychoanalyse führe zu einem größeren Liebes- und Gerechtigkeitsbedürfnis, zu einer wahren Bewertung der höchsten geistigen Prinzipien.
Das Buch wird für alle, die ein einfaches, propädeutisches, mit Überzeugung verfaßtes Werk über Psychoanalyse zu lesen wünschen, von großem Nutzen sein: es stellt, unter vielen bisher in Italien erschienenen Schriften eine der wenigen dar, welche die Freudschen Aufstellungen unentstellt wiedergeben.
E. Servadio (Rom)