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Dieses Buch bietet dem Analytiker eine recht ausführliche Zusammenstellung der Literatur über die Anwendung der Psychoanalyse in der Kriminologie, der Jurisprudenz, im Strafprozeß, bei der Zeugenaussage, dem Sachverständigengutachten, dem Urteilsspruch, im Strafvollzug und der Prophylaxe der Kriminalität. Es werden sowohl psychoanalytische als auch nicht psychoanalytische Autoren reichlichst zitiert und zwar von den letzteren sowohl die psychoanalysefreundlichen wie die die Psychoanalyse ablehnenden Autoren.
Damit erschöpft sich für den Analytiker das Interesse an diesem Buche. Denn der Autor, der sich während des größten Teiles seines Werkes den Anschein der Objektivität gibt, erklärt im vorletzten Absatz des Buches, daß er die Psychoanalyse als Forschungsmethode, Wissenschaft und Therapie grundsätzlich ablehnt. Mit dieser generellen Ablehnung der Psychoanalyse schließt Génil-Perrin selbstverständlich auch die Anerkennung auf irgendeinem Spezialgebiet, auf welchem sie Anwendung finden könnte, aus. Diese Stellungnahme G.-P.s gibt uns einen Schlüssel zu dem Buch: Es ist eine Polemik gegen die Psychoanalyse in der Kriminologie.
Aber schon vorher, im letzten Drittel seines Buches, wird die ablehnende Einstellung des Autors der Psychoanalyse gegenüber immer deutlicher. Nach einer recht klaren Darstellung psychoanalytischer Grundsätze und Auffassungen, nach einer Aufstellung der Argumente für und wider die Verwendung der Psychoanalyse in der Kriminologie geht er dazu über, seine eigenen Folgerungen zu ziehen. Wir wollen Génil-Perrin keinen Vorwurf daraus machen, daß er kaum etwas Neues gegen die Anwendung der Psychoanalyse in der Kriminologie zu sagen hat: Die von ihm zitierten Analytiker haben eben gründliche Arbeit geleistet, und was an Einwänden zu machen war, selber vorgebracht.
Im letzten Drittel seines Buches macht sich G.-P. über die Psychoanalyse lustig. Er löst Deutungen, die Analytiker bei Kriminalfällen gefunden haben, aus ihrem Zusammenhang, um sie so isoliert g