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Diese Sammlung von Aufsätzen gibt einen Querschnitt durch die geistige Welt des Verfassers. Mit Ausnahme eines Kapitels, das auch in deutscher Sprache bereits teilweise erschienen war und den Titel ‚Der Mensch als Symbol‘ trägt, handelt es sich um Skizzen, die nicht für den Druck und für die Allgemeinheit bestimmt waren, sondern in Privatdrucken unter den Freunden und Anhängern Groddecks zirkulierten. Mit diesem Maße gemessen, zeigen sie alle Vorzüge ihres Autors: die Weite seines Interessengebietes, seines lebendigen, beweglichen Geist, sein kämpferisches Temperament und seine Liebe zur Natur. Freuds Entdeckung des Unbewußten wurde zum formenden Inhalt seines Lebens, den er auf seine Weise verarbeitet und weiterführt. Auch in diesem Buch wie in allen seinen Arbeiten gilt sein Hauptinteresse den psychophysischen Wechselwirkungen; mit Hilfe des Unbewußten will er die organischen Erkrankungen verstehen und heilen lernen. Trotz seiner Überzeugung, daß die organischen Erkrankungen auf dem Umweg über das Unbewußte ihr Geheimnis am schnellsten und sichersten preisgeben, sieht er die Bedeutung der Analyse weniger in ihrer therapeutischen Wirkung auf Neurosen und organische Erkrankungen als in ihrem Zugang zum Verständnis der allgemein menschlichen Lebensäußerungen überhaupt.
Im Gegensatz zu Groddeck, der seine geistige Heimat, die Analyse, nie verleugnet, führt die tönende Vorrede zwar Hippokrates und noch einige Vorläufer und Anreger Groddecks an, aber sie vergißt den zu nennen, dessen Einfluß ununterbrochen spürbar wird.
Hedwig Hoffer-Schaxel (Wien)