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Aufschlußreich ist die Studie in ihren historischen Ansätzen (Hegel, Dilthey, Tainc, Wundt), die die Gegensätze: Verstehen — Erklären, Beschreiben — Konstruieren betreffen. Sie mündet in die moderne ganzheitliche Auffassung. „Wir verstehen immer vom Ganzen her.“ Dieses Ganze sei aber nicht empfindungsmäßig gegeben, sondern als „Welt“, und wird uns durch die Sprache, die weiter als die Empfindung reicht, erschlossen. Die Sprache führt vom Erleben, vom Lebensvorgang „Besinnung“ weiter. — Warum aber beim historischen „Ganzen“ die Psychoanalyse unerwähnt lassen? Mancher in der vorliegenden Studie philosophisch erkämpfte Standpunkt ist in der Psychoanalyse schon praktisch erprobt. Auch Besinnung, Verstehen und Erklären stehen in der Psychoanalyse nebeneinander, wie es auch dem Wesen Mensch — nach dieser Studie — entsprechen soll. „Das Leben ist nur im Menschen zu fassen; so richtet sich heute der Wille zur Neuformung auf die menschliche Substanz“ — heißt es zum Schlüsse. Auch die Möglichkeiten dieses Tuns könnten von der Psychoanalyse aus schärfer gesehen werden.
I. Hermann (Budapest)