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Die Welt, in der wir leben, ist nie in Ruhe. Immer gibt es Bewegung. In der Welt primitiver Erfahrung ist diese Bewegung, wie ich an anderer Stelle gezeigt habe, alldurchdringend.2 Die primitive Erfahrung ist auf den Gebieten der verschiedenen Sinneseindrücke stets eine Erfahrung an bewegten Gegenständen. In einem Prozeß schrittweiser Konstruktion kommen wir zu Erfahrungen von verhältnismäßig ruhenden Objekten. Aber diese Objekte waren vorher anwesend, und wir vermuten, daß sie vorhanden bleiben werden. Die Objekte verändern sich, und jede Veränderung ist auf zeitliche Erfahrung gegründet. Manche der Veränderungen in der Außenwelt haben periodischen Charakter: der Wechsel von Tag und Nacht, der Wechsel der Jahreszeiten, die Veränderungen am gestirnten Himmel. Wir bilden feste Erwartungen über diese Veränderungen aus. Wie es in der unbelebten Welt Bewegung, d. h. Veränderung gibt, gibt es sie auch in der belebten, an den Tieren, Menschen und Pflanzen unserer Umwelt. Die Pflanzen verändern sich mit den Jahreszeiten; Menschen und Tiere wachsen und sterben. Auch in uns selbst gibt es fortwährend Veränderungen. Wir erwachen, werden müde und schlafen wieder ein. Wir sind hungrig und gesättigt. Veränaerungen gehen in unserem Körper und in unseren körperlichen Bedürfnissen vor sich. Es gibt Zeit um uns und in uns. Zeit ist eine Wahrnehmung. Sie ist ein Teil der Außenwelt, aber auch eine Erfahrung, die wir an uns selbst machen. Wir organisieren und kristallisieren die Wahrnehmung der Zeit in der Kenntnisnahme eines dauernd fließenden zeitlichen Ablaufs, den wir durch Uhren messen, und sind bemüht, die gleichen Maße auf die Zeiterfahrung in uns selbst anzuwenden, die