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Die Verfasser verfolgen mit ihrer Arbeit zwei Ziele: die Bearbeitung von. Spezialproblemen der Typenforschung und die Anwendung der Typenlehre in der Praxis, vornehmlich als Hilfsmittel der Schülerkenntnis. Wenn auch gerade an letzterer die Überlegenheit der psychoanalytischen Lehre gezeigt werden könnte, möge doch der Rahmen einer Inhaltsangabe nicht überschritten werden.
Nach einem Überblick über den heutigen Stand der Typenforschung (Freuds Typen werden in einer Übersicht genannt) wird auf „die Vertreter der beiden wichtigsten Typologien“ näher eingegangen: Jaensch und Kretschmer-Pfahler-Kroh. Die Verfasser schließen sich diesen im wesentlichen an, nehmen von der Erörterung des Somatischen und Pathologischen bewußt Abstand und beschränken die Arbeit auf rein psychologische Typen innerhalb des Normalen. Der schizothyme und der zyklothyme Typus werden starrer und aufgeschlossener Typus genannt. Die Äußerungsformen des Starren und Aufgeschlossenen (aus den verschiedenen Typenlehren, Beobachtung und Experimenten an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gewonnen) werden auf verschiedenen Gebieten einander gegenübergestellt: Stellung zum Ich, Stellung zu den einzelnen Menschen, Stellung zur Gemeinschaft, Stellung zur Welt, die Gefühlswelt, die Gedankenwelt, die Welt der Werte.
Die Typenzugehörigkeit der Versuchspersonen (142 Jugendliche im Alter von 12 Jahren 10 Monaten bis 16 Jahren 2 Monaten, aus vier Klassen höherer Volksschule und zwei Klassen Berufsschule in Leipzig) wird durch Selbstbeurteilung in Fragebogen (43 Fragen), Fremdbeurteilung durch Mitschüler und Lehrer (wobei die Charakteristik nach einem Beurteilungsschema verlief) und experimentelle Prüfung festgestellt. Auf Grund der Selbstbeurteilung ergaben sich 60% als dem aufgeschlossenen, 40% als dem starren Typus zugehörend. In 10% der Urteile von Lehrern und Mitschülern bestand keine Übereinstimmung, in 25% halbe Übereinstimmung, in 65% volle Übereinstimmung.
Um die Charakterbeurteilung zu kontrollieren, wurde