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Der Fundamentalgedanke der Abhandlung lautet: Es gibt ein Urquale des Seelischen, das mehr oder weniger unbewußte schlichte Lebensgefühl; hievon differenzieren sich auf dem Wege komplexer Wirkungserlebnisse speziellere subjektive Lebensgefühle sowie objektivierte Wahrnehmungsqualitäten. Demnach besitzen alle Qualitäten im Bewußtsein, ebenso aber auch das Urquale selbst eine biologisch verfolgbar Genese. Diese hier kurz gefaßte Theorie wird auf Grund spezieller tonpsychologischer Tatsachen einerseits, einer energetisch fundierten allgemeinen Naturphilosophie der Reaktionsweisen der Lebewesen andererseits abgeleitet und durch diese erläutert. Die Darstellungen der verschiedenen energetischen Hintergründe der Lust-Unlust sowie des Entwicklungsweges des Seelischen von traumatischer Erschütterung bis zum vorbeugenden Qualitätserlebnis werden den Theoretiker der Psychoanalyse näher interessieren. Der gründlich durchdachten Arbeit mangelt an mehreren Stellen ein Hinweis auf ähnliche Gedanken (auf G. Révész bei der Ableitung der Grundtatsachen der Tonpsychologie, auf H. Werner bei Herausarbeitung der entwicklungspsychologischen Prinzipien, auf Bernfeld-Feitelberg bei dem streng energetischen Aufbau der Reaktionsweisen, auf J. Pikler mit seiner aktiven Anpassungstheorie des Empfindungsvorganges).
I. Hermann (Budapest)