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Der Autor gehört zu jenen, die in verschwommenen mystischen Ausflüssen durch reichliche Vorsetzungen der Silbe „Ur“ vor die verschiedensten Ausdrücke die Unklarheiten der eigenen Erlebnisse als Urerlebnisse darstellen und vermitteln wollen. „Uranblick“, „Urgehalt“, „Urwirklichkeit“, „Ursatz“ trifft man schon im ersten Absatz, und so zieht es durch das Buch durch. Nirgends trifft man auf festen Grund, da jeder sonst eindeutige Ausdruck im Zusammenhange des Übrigen sogleich seine feste Form und seinen gewohnten Inhalt verliert und in Wortmystik zerfließt.
Zwei Proben aus dem Inhalt mögen über das Buch sprechen.
„Als wirkender Ursatz ist das Sein Gott, als Schöpfer der Welt; jedoch ist Sein oder Gott dasjenige, was durch diese Wörter ausgedrückt wird, nur dadurch, daß das gebrochene Erkennen nicht über diesen Wendepunkt hinausgeht; das Sein ist gleichsilm der Schleier, dahinter sich die höchste Wirklichkeit verbirgt. Die Welt ist einem Stutenbau vergleichbar, dessen Grundfesten die Erscheinungswelt und dessen Gipfel das Sein bedeutet; jenseits dehnt sich der endlose Raum aus, welchen der Gipfel berührt, während der Raum als solcher kein Verhältnis zum Gipfel hat, trotzdem vom Gipfel aus ein umgekehrter, ins Endlose weitergehender Stufenbau denkbar ist; der unbegrenzte Raum bedeutet dem Bau, was das unbegrenzte, alles übersteigende, allein herrliche und alles auflösende Letzte, das reine Göttliche, der Welt bedeutet.“
Und an einer späteren Stelle:
„Genuß ist ein Ausfluß der Lust; diese ist weiter und tiefer als aller Genuß. Lust ist ein Ausfluß der Freude; diese ist weiter und tiefer als alle Lust. Freude ist ein Ausfluß des Lebens; dieses ist weiter und tiefer als alle Freude. Leben ist ein Ausfluß des Daseins; dieses ist weiter und tiefer als alles Leben. Das Dasein ist der AusHuß des Seins; dieses ist weiter und tiefer als alles Dasein. Das Sein ist der Ausfluß des Letzten, Unendlichen, Allwirklichen, Allweiten und Alltiefen.“
R. Sterba (Wien)