You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Wie bekannt, hat Freud den Todestrieb aus dem Wiederholungszwang und aus der Tatsache, daß alles Lebende stirbt, erschlossen. Er hat aber aus dem Wiederholungszwang nicht nur den Todestrieb, sondern den Trieb im allgemeinen abgeleitet: „ ein Trieb wäre also ein dem belebten Organischen innewohnender Drang zur Wiederherstellung eines früheren Zustandes …“ Im Zusammenhange mit der Vermutung, daß auch der Eros seine Existenz einem unter dem Einfluß äußerer Störungskräfte aufgegebenen Zustand verdanken könnte, zu dessen Wiederherstellung er im Organischen drängt, erwähnt Freud die bekannte Aristophanische Theorie. So wie die Einzelwesen aus inneren Gründen, d. h. triebhaft, der Vereinigung zustreben, ebenso stirbt alles Lebende aus inneren Gründen, es kehrt, infolge des ihm innewohnenden Wiederholungszwanges, ins Anorganische zurück. „Das Ziel alles Lebens ist der Tod, und zurückgreifend: das Leblose war früher da als das Lebende.“
Wir wollen nun zu diesen in der ergreifenden Schrift „Jenseits des Lustprinzips“ veröffentlichten Ausführungen eine Bemerkung vorbringen. Solange man einen Zustand x, in welchem sich die lebende Materie, d. h. die Materie während ihres Lebens, irgendeinmal befunden hat und welchem sie nun zustreben sollte, ins Auge faßt, ist es vollkommen statthaft, aus dem Wiederholungszwange einen ihr innewohnenden Trieb, den Zustand x wiederherzustellen, zu erschließen. Will man aber den Wiederholungszwang oder,