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Es wird in dieser Studie kaum von neuentdeckten Erscheinungen die Rede sein — eher von der konsequenten Durchführung einer Betrachtungsweise und von den Folgen, die sich aus dieser Betrachtungsart logischerweise ergeben. Wohl bauen wir auf Erfahrungstatsachen und sind auch bestrebt, Erfahrung und Theorie auseinanderzuhalten, aber der Auswahl und der Zusammenfassung der Tatsachen schwebt schon die fertige Theorie vor. Zur Orientierung sei vorausgeschickt, daß das Wesen unserer Ergebnisse: der „krumme Weg“ des Unbewußten und die „Wirbelhaftigkeit“ der Triebe, eigentlich dazu berufen ist, eine anschauliche Hilfe bei der Vorstellung der Abläufe des Unbewußten und des Triebhaften abzugeben. Unter „krummem Weg“ soll der unstätige, ungleichförmige und der — auch außerhalb des Raumhaften — nicht kürzeste Weg, ein Weg mit ambivalenter, einem Ziele sich nähernder und sich von ihm entfernender Richtung verstanden werden; die Benennung dient als anschauliches Schema dieser Eigenschaften. Die Bezeichnung „Wirbelhaftigkeit“ wird ebenfalls als anschauliches Schema für die Kraftentfaltung eines Ablaufes mit krummem Weg verwendet, eines Ablaufes mit verschiedenen Niveauhöhen, bei welchem die Anziehungskraft eines Zentrums mit der Nähe zum Zentrum wächst.
Wir wissen, daß von einem einzigen Gesichtspunkt hervorgehobene Tatsachen wegen der bestehenden anderweitigen Determinanten zu ständigem Widerspruch reizen: wir wollen darauf im folgenden nicht mehr hinweisen. Wir bitten den Leser, die Aufeinanderfolge der Erscheinungen so auf sich wirken zu lassen, daß er von passiver Aufnahme zu aktiver Mitbetrachtung übergehen kann.
1. Der Ablauf der freien Assoziation. In der Methodik der Analyse wird das Auftauchen des Unbewußten von der freien Assoziation erwartet. Wir hoffen, daß die ihr eigentümliche Einstellung zu einer wenigstens partiellen