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Die kurze Darstellung des folgenden Falles soll die psychogenen Faktoren, die mit einer biologischen Anlage zu künstlerisch oder erfinderisch-schöpferischer Fähigkeit parallel gehen, aufzeigen.
Um zu erfassen, welche Kräfte es sind, die zum Ausdruck in erfinderischer oder künstlerischer Produktion führen, müssen wir untersuchen, wie das ursprüngliche Lustprinzip einen realitätsgerechten Ausdruck gefunden hat und wie seine Einordnung in die Realität möglich geworden ist.
Uber die enge Verbindung der beiden Prinzipien in der Kunst sagt Freud:
Die Kunst bringt auf einem eigentümlichen Weg eine Versöhnung der beiden Prinzipien zustande. Der Künstler ist ursprünglich ein Mensch, welcher sich von der Realität abwendet, weil er sich mit dem von ihr zunächst geforderten Verzicht auf Triebbefriedigung nicht befreunden kann und seine erotischen und ehrgeizigen Wünsche im Phantasieleben gewähren läßt. Er findet aber den Rückweg aus dieser Phantasiewelt zur Realität, indem er, dank besonderer Begabung, seine Phantasien zu einer neuen Art von Wirklichkeit gestaltet, die von den Menschen als wertvolle Abbilder der Realität zur Geltung zugelassen werden. Es wird so auf eine gewisse Weise der Held, König, Schöpfer, Liebling, der er werden wollte, ohne den gewaltigen Umweg über die wirkliche Veränderung der Außenwelt einzuschlagen.
Die Psychoanalyse hat uns gelehrt, daß die neurotischen Symptome dazu dienen, verdrängten sexuellen Wünschen, die aber im Unbewußten aktiv geblieben sind, Ausdruck zu geben. Der vorliegende Fall zeigt, wie Gewandtheit, Fertigkeiten und Erfindungsgabe gleichzeitig mit neurotischen Symptomen bestehen und zeitweilig dazu dienen, sie zu entlasten.
So bestätigt dieser Fall, was uns auch aus andern Analysen bereits bekannt ist. Die kindlichen, sexuellen Strebungen des Ne