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Das Buch enthält nach den Worten des Verfassers einen Teil der theoretischen Ergebnisse seiner in den Jahren 1929-1931 gemachten Forschungsreise. Es befaßt sich mit dem Problem der Menschwerdung, auf Grund dessen, was Verfasser im persönlichen Kontakt mit den Mitgliedern der primitivsten Volksstämme der Welt über ihr Seelenleben erfahren konnte. Das Material stammt von den verschiedensten Vertretern dieser Völker. Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen wurden möglichst intensiv befragt, besser gesagt, ausgehorcht. Róheim versuchte, die Leute womöglich frei erzählen zu lassen und war wohl darauf bedacht, aus dem Nacheinander der Themen, der Art und Weise des Vortrages, aus dem Zusammenhang des Erzählten mit der aktuellen Situation des Erzählers, auch den latenten Sinn des Gehörten zu erschließen. Ohne also die Leute direkt zu analysieren, versuchte er doch, die Mittel der täglichen analytischen Praxis im Verkehr mit den Eingeborenen zu verwerten. Was aber Róheim dabei interessierte, war nicht der einzelne, sondern die Kultur der betreffenden Gemeinschaft. Die Seele des einzelnen war bei dieser Untersuchungsmethode sozusagen der Spiegel, in dem die Kultur, in der der einzelne lebte, bildhaft erschien. Die Träume des Leli-Tukutu bei Anlaß der von ihm vollzogenen Initiationszeremonie lassen uns den Erlebnisgehalt dieser Zeremonie weit besser verstehen, als dies ein rein objektiver Bericht allein je tun könnte. Die Träume eines Medizinmannes geben einen tieferen Einblick in das Wesen dieser wichtigsten Persönlichkeit im Leben des Stammes, als dies ohne die analytische Methode erreichbar wäre. Natürlich werden die zutage geförderten Erklärungen und Zusammenhänge nur jene überzeugen, die nicht von vornherein darauf bestehen, nur das für wahr zu halten, was ohne das sogenannte „Psychologisieren“ festgestellt werden kann.
Oft bringen die mit den Eingeborenen gemachten Traumanalysen nur die Bestätigung dessen, was die psychoanalytische Ethnologie bereits als theoretische Mög