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Ein neues Buch von Sir James Frazer bedeutet für die Welt der Wissenschaft stets ein Ereignis. Das vorliegende Buch enthält zwölf Vorlesungen, die im Rahmen der William Wyse Foundation im Trinity College in Cambridge in den Jahren 1922 und 1923 gehalten wurden.
Der Verfasser weist uns darauf hin, daß die Haltung dem Tod gegenüber unter zwei scharf abgegrenzten Aspekten stehen kann. Auf der einen Seite besteht der Glaube, daß die Geister der Toten „dem Lebenden viele Wohltaten erweisen können, wenn sie nur wohlgeneigt sind und in guter Stimmung erhalten werden. Sind sie doch leicht geneigt, jeden leichten Mißgriff oder jede Vernachlässigung von Seiten der Überlebenden übelzunehmen“. Häufiger aber begegnet uns ein anderer, ein ängstlicher Aspekt, nach dem die Geister im Glauben stehen, „die Quellen vieler Übel zu sein, welche die Menschheit heimsuchen und auch der letzten und größten Übel, der Krankheit und des Todes“.
In diesen beiden Bänden beschäftigt sich der Verfasser nur mit der zweiten Haltung, der Haltung, die auf Angst beruht. Er erörtert nicht die Quelle und die Bedeutung dieser Haltung, er nimmt sie vielmehr als eine beinahe universelle an und beschäftigt sich damit, zu schildern, auf welchen verschiedenen Wegen Menschen verschiedener Völker und Zeiten