You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Dr. Juarros, der Verfasser der „Los Horizontes de la Psicoanálisis“ nennt in seiner Einleitung zu dieser Arbeit zweier seiner Schüler das vorliegende Buch „eine der interessantesten kürzlich in Spanien veröffentlichten Arbeiten“. Berücksichtigt man den Stand der Psychoanalyse in Spanien und die praktischen Schwierigkeiten, mit denen die Autoren zu rechnen hatten, so darf man sie zu dem Mute beglückwünschen, den sie dadurch beweisen, daß sie aufzeigen, wie medizinische Psychologie und im besonderen Psychoanalyse, auf die Probleme von Kriminalität und Strafe neues Licht zu werfen vermögen. Unglücklicherweise ist dieser Versuch mit unzureichenden Mitteln unternommen worden. Das Verständnis der Autoren nämlich für die Psychoanalyse unterscheidet sich kaum von jenem, das wir sonst bei der Analyse feindlich gesinnten Autoren finden. Auch Dr. Juarros spricht in seiner Einleitung von der Psychoanalyse und angesichts der großen Bewunderung, die die Verfasser für ihn hegen, ist es nicht weiter erstaunlich, daß sie einige der Irrtümer, die sich in dieser Vorrede finden, auch in ihren Text übernehmen.
Das Buch ist mit einer bemerkenswerten kritischen Bibliographie ausgestattet, die Bücher und Aufsätze in mehreren Sprachen umfaßt (S. 216-247). Es ist nicht immer leicht einzusehen, wie die Autoren die Berücksichtigung oder das Übersehen der einen oder anderen Schrift rechtfertigen wollen. Aber dafür darf man offenbar in erster Linie die schon erwähnten äußeren Schwierigkeiten verantwortlich machen. Bei der Anführung der Zeitschriften (S. 245 ff.) muß es freilich auffallen, daß, obwohl Stekels „Psychotherapeutische Praxis“ und die „Internationale Zeitschrift für Individualpsychologie“ erwähnt sind, kein Hinweis auf eine der in deutscher Sprache erscheinenden psychoanalytischen Zeitschriften gegeben wird.
Wir möchten der aufrichtigen Hoffnung Ausdruck geben, daß die Autoren bald günstigere Gelegenheit haben mögen, ein tieferes Verständnis für die Psychoanalyse zu gewinnen; sie werden