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Der Verfasser bemüht sich um eine Gruppierung der häufigeren Typen der Affektverbrechen nach dem Grade der Beteiligung des Über-Ichs an der Tat. Ein allen Affektverbrechen gemeinsamer Faktor sind die Minderwertigkeitsgefühle, die im Ich entstehen, erstens wegen der durch das individuelle Über-Ich ausgeübten Zensur, oder zweitens wegen der vom kollektiven Über-Ich ausgeübten Zensur, oder drittens wegen unmittelbaren Konfliktes mit der Außenwelt. All dies führt zu einem Zustand von Spannung und Angst, zu einer Situation, in der das Individuum die seinem Narzißmus zugefügte Kränkung zu kompensieren sucht. Libidinöse Energie, die im Ich aufgespeichert wird, und die Erregung des Ichs, die so hervorgerufen wird, können dazu führen, daß Aggression in die Außenwelt gewendet wird, gegen jene gewendet wird, die die Verbote gesetzt haben, gegen den Rivalen oder gegen das Liebesobjekt oder auch gegen das eigene Ich. Affektverbrechen kreisen um den Narzißmus und zielen danach, das Ich in den Augen des individuellen oder kollektiven Über-Ichs zu rehabilitieren. Es ist nicht erstaunlich, daß man in ihnen gewisse Parallelen zu den narzißtischen Psychosen erkennt, zu Paranoia, Manie und Melancholie.
A. Mayor (London)