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Ein neues Forschungsgebiet war für die Psychoanalyse eröffnet, als Freud die Ichlibido entdeckte und für sie den Begriff Narzißmus einführte; dieses Neue brachte aber eine noch immer nicht überwundene Erschwerung des Verständnisses der Theorie und der Nomenklatur und verlangte von den Analytikern ein Umlernen, wenn sie es sich nicht an Wortwissen und Autoritätsglauben genügen lassen wollten. Vorher war es leicht, von der Unterscheidung der Ich- und der Sexualtriebe als Grundlage der dynamischen Auffassung, z. B. der Neurosen, auszugehen. Nun war das Ich selbst eine libidinös besetzte Instanz geworden, und der Begriff „Narzißmus“ löste den bisher für alles Pathologische an Introversion und Objektabkehr gebrauchten Bleuler sehen Begriff des „Autismus“ ab. Diese beiden Begriffe haben aber nicht das Gleiche an Vorgängen und Zuständen zum Inhalt: Mit „Autismus“ wird festgestellt, daß das Ziel der Strebung oder der Beteiligtheit in der Innenwelt des Individuums, meist des kranken, liegt; hingegen bezieht sich das Wort „Narzißmus“ auf Ziel und Ursprung der Besetzungen bei den autistischen und bei anderen Vorgängen und Zuständen und sagt aus, daß die Besetzung libidinöser Art ist, und daß sie der Innenwelt nicht nur zugewendet ist, sondern von Anfang an dem Ich angehört und von ihm ausgeht. Infolge dieser Auffassung hat die Trieblehre Freuds die nicht libidinösen Triebe nun nicht mehr durch ihr Ausgehen vom Ich von den libidinösen abgrenzen können, sondern durch ihr Ziel, welches genetisch und beobachtbar sich zum Teil sogar als die Zerstörung des Ichs, als Sterben darstellt. Konsequenterweise müßte man auch für die von diesem Trieb erfüllten Besetzungen einen Terminus,