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B. versucht, durch experimentelle Forschung einen direkten Zugang zu den physiologischen Problemen des behavior zu finden. Der vorliegende Aufsatz ist nur ein Kapitel des Buches, welches er im Begriffe steht, darüber zu veröffentlichen. Der Autor entwickelt hier den Gegensatz der ursprünglichen, ganzheitlichen und vom ganzen Organismus getragenen „total behavior-reaction“ auf der einen Seite und der im Laufe des Lebens durch äußere Einwirkung erworbenen und sozial organisierten, vornehmlich word-conditioned „partial behavior-reaction“ als den Gegensatz zweier miteinander konkurrierender physiologischer Systeme. Man denke etwa an die doppelte Funktion der Mund- und Rachenorgane im Dienste der Nahrungsaufnahme einerseits und des Sprechens andrerseits. Die aus dieser Konkurrenz entstehende innere Diskrepanz möchte B. sowohl für die kollektive Neurose der Kultur wie für die individuellen Neurosen verantwortlich machen. Referent hat den Eindruck, daß diese vom Autor intendierte (und anscheinend auch initiierte) Ausdehnung der behavioristischen Psychologie ihrerseits keineswegs in störende Konkurrenz mit der psychoanalytischen Betrachtung derselben Fragen treten wird — B. hält gemeinsame Arbeit für möglich und wünschenswert —, sondern daß sie im Begriff ist, etwas zu erforschen, was sich vielleicht einmal als das von der Psychoanalyse zu postulirende physiologische Korrelat der Ich- und Über-Ichentwicklung herausstellen wird. Es ist wohl kaum nötig zu betonen, daß wir vorderhand von diesem Ziel noch recht weit entfernt sind.
W. Marseille (Wien)