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Die Bildnerei der Geisteskranken stellt ein Thema von außerordentlicher Weite dar; es reicht von der Psychopathologie bis zur Ästhetik, der es nach Meinung einiger angehört. Aus diesem weiten Gebiet sollen hier einige Ausschnitte herausgegriffen werden; angesichts der Vielgestalt der Probleme, die das Thema stellt, mögen sie willkürlich gewählt scheinen, doch bieten sie den Vorzug, daß sie mit Hilfe psychoanalytischer Erwägungen ein Stückweit aufklärbar sind. Auch innerhalb der im folgenden erörterten Fragen muß auf eine allseitige Betrachtung verzichtet werden. Es handelt sich um Probleme, zu deren Erörterung die Psychoanalyse beizutragen, von denen sie einen Aspekt zu erfassen vermag; für wie wichtig oder wie aufklärend man ihn ansieht, hängt von der grundsätzlichen Einstellung ab, die man dem Thema gegenüber für angemessen hält; von dem Ergebnis der folgenden Untersuchung allein — ihrem Gelingen oder Scheitern — sollte eine Entscheidung über die Wichtigkeit dieses Beitrages nicht abhängig gemacht werden; denn die Anwendung psychoanalytischer Gesichtspunkte, die hier versucht wird, geht nicht von der Absicht aus, systematisch darzustellen, was die Psychoanalyse zu den Fragen, die die Bildnerei der Geisteskranken nahelegt, beizutragen vermöchte, oder alle Fragen anzuschneiden, zu denen ein solcher Beitrag möglich wäre. Vielmehr muß ich mich zu einer willkürlichen Stellung des Themas bekennen: mir schwebte vor, an einer einseitigen Fragestellung zu entwickeln, was die ichpsychologische Richtung innerhalb der psychoanalytischen Auffassung, die in den letzten Jahren — seit Freuds „Hemmung, Symptom und Angst“ — so wertvolle Ergänzungen zu unseren älteren Anschauungen gebracht hat, im besonderen zu berühren schien. Es ist mir bewußt, daß dieser Versuch noch nicht allen Fragen gegenüber mit gleicher Konsequenz durchführbar ist, bewußt, daß es sich um einen Versuch handelt; für die Bildnerei der Geisteskranken möchte er die Fruchtbarkeit psychoanalytischer Be