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Sidney C., 30 Jahre alt, beklagt sich, daß er jedes Paket genau in die Mitte des Tisches legen müsse. Unterließe er das, so würde er erkranken und sterben. Wenn er einen Gegenstand auf der einen und nicht auf der anderen Seite berühre, fühle er sich innen leer. Es sei, als ob kein innerer Druck mehr bestehe. Mit fünf Jahren mußte er das Gleichgewicht wieder herstellen, wenn er den Kopf auf einer Seite berührt hatte: er mußte den Kopf dann auch auf der anderen Seite berühren; er hatte das Gefühl, daß die Unterlassung dessen „ein Loch“ im Kopfe hervorgebracht hätte. Asymmetrie in der Außenwelt macht seinen Körper asymmetrisch, es zieht ihn nach der Seite des Übergewichtes. Asymmetrie bewirkt auch Magenschmerzen.
Die Zahlenreihe hat für den Patienten symbolische Bedeutung: 1 = der Vater, 2 = die Mutter, 3 = die Familie (Onkeln und Tanten), 4 = er selbst, 5 = der Tod, 6 = irgendjemand anderer, 7 = unbestimmt.
Er fürchtet den eigenen Tod und den Tod der Mutter und des Vaters (solange dieser noch lebte; er starb, als der Patient 16 Jahre alt war). Der Patient hörte die Mutter öfters von den Strafen sprechen, die Gott verhänge: Krankheit und Tod. Die Mutter schlug ihn häufig mit einem Besenstiel. Als Antwort auf ihre Aggressionen hat er Todeswünsche gegen sie. Er will sie aber auch bestrafen, weil sie Liebesbeziehungen mit dem Vater hatte. Er hatte sie als Kind auch verdächtigt, daß sie mit dem Rabbiner sexuell verkehre. Er hatte ihr Genitale gesehen, die Eltern beim Koitus beobachtet, sich an die Stelle des Vaters gewünscht und die Bestrafung durch die Mutter gefürchtet. Seine Aggression ist unterdrückt und erscheint als Zwangsbesorgnis. Kastrationsmotive sind von besonderer Stärke; er hat den Penis immer für zerbrechlich gehalten. Wiederholt hatte er auch geträumt, daß die Wohnung ausgeplündert würde. Dies deutet auf die Furcht hin, seiner Eingeweide beraubt zu werden. Der Gegenangriff erfolgt im Zählen. Mit der Zahl bemächtigt er sich der Außenwelt. Er versichert sich des