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Triebpsychologische Deutungen, wie sie in den hier gesammelten Aufsätzen vorgelegt werden, stellen darum erfreuliche Beiträge zur psychologischen Erforschung historischer Persönlichkeiten dar, weil die Zusammenhänge, die der Verf. herausarbeitet, immer noch zu oft in den biographischen Arbeiten übersehen werden. Doch hätte man aus diesem Grunde gewünscht, daß der Verfasser sich mehr der Herausarbeitung lebensgeschichtlicher Zusammenhänge gewidmet hätte. Er hat, wie mir scheint, der im psychoanalytischen Schrifttum (und auch in der Praxis) leider noch allzuhäufigen Neigung ein Stück weit nachgegeben, dort, wo klare lebensgeschichtliche Zusammenhänge nicht zu erschließen sind, die Lücken mit Begriffen wie „unbewußtes Strafbedürfnis“, „Schuldgefühl“ usw. auszufüllen. All das bleibt im Grunde unbefriedigend, weil das konkrete Geschehen nicht einsichtiger wird.