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Dieser Band vertritt die moderne Ethnologie und ist ein würdiger, der Bedeutung Seligmans für die Entwicklung der ethnologischen Wissenschaft dargebrachter Tribut. Jeder Ethnologe wird die Worte Haddons in seiner „appreciation“ bestätigen, nach denen „wirklich kein Ethnologe eine umfassendere Erfahrung in der Feldforschung hat oder so viele Seiten des menschlichen Lebens erforscht hat wie Seligman. Er fand Interesse an den einfachsten Gegenständen, an der Beziehung von Mensch zu Mensch und an menschlichen Ideen und Idealen und richtete er sein Augenmerk auf weite Zusammenhänge.“
Das Buch enthält viele wichtige Abhandlungen; hier aber werden wir nur jene anführen, die den psychoanalytischen Leser interessieren können. Zwei psychoanalytische Abhandlungen sind von Marie Bonaparte und dem Referenten verfaßt. Die Abhandlung Marie Bonapartes behandelt die Frage der psychoanalytischen Ethnologie von einem allgemeinen Gesichtspunkt aus (Psychoanalyse und Ethnographie, S. 19). Die menschliche Persönlichkeit wird in der Familie geprägt und durch die Verlängerung der Kindheit in der Spezies Mensch bedingt. Freuds Ansichten über den Ursprung von Totemismus, Moral, Magie und Animismus werden in wenigen, klaren Sätzen erläutert. Für die „Diffusionisten“ scheint die Psychoanalyse überflüssig zu sein, für die Anhänger