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Dieses jüngste Werk von Prof. Westermarck besteht aus drei ausführlichen polemischen Essays, in denen er seine schon früher veröffentlichten Anschauungen über Totemismus. Exogamie. Ehe und die allgemeinen Beziehungen der Geschlechter in primitiven Gesellschaftsformen gegen die abweichenden Ansichten verschiedener anderer moderner Autoren verteidigt. Der erste Essay behandelt die Psychoanalyse, der zweite bespricht die „neuen Theorien der Exogamie“, wie sie von Seligman, Lord Raglan, Briffault und anderen vorgelegt worden sind, während der dritte die Anschauungen über das Matriarchat und den Ursprung der Familie bekämpft, die Briffault in seinem Werk „The Mothers“ darlegt. Die sich durch das ganze Buch hindurchziehenden Polemiken gehen sehr ins einzelne und beanspruchen die gespannte Aufmerksamkeit des Lesers. In schrittweiser Untersuchung wird der Versuch unternommen, zu zeigen, daß die Ansichten des jeweiligen Autors sich bei näherer Betrachtung als unstichhältig oder unzulänglich erweisen, bezw. daß sie auf Unkenntnis oder Fehldeutungen bekannter Tatsachen beruhen. Eine so lange Liste von Irrtümern und Mißverständnissen, deren jedes einer genauen und sorgfältigen Betrachtung aus logischen und praktischen Gesichtspunkten unterzogen wird, hat in ihrer gehäuften Wirkung unvermeidbar etwas Verwirrendes und Bedrückendes an sich. Möbius schrieb einmal ein Buch mit dem Titel „Die Hoffnungslosigkeit aller Psychologie“, und man denkt bei der Lektüre der Anklage Westermarcks unwillkürlich