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Die Grundtendenz dieses Buches ist philosophisch. Der Verfasser hat durch viele Jahre ein Sonderstudium der Kleinkrebse unternommen. Seine Untersuchungen führten ihn immer wieder zu materiell unauflösbaren Sachverhalten. Dazu gehört die Ganzheit der Gestalten und „harmonischen Funktionskomplexe“. Aber auch Spontaneität, Gerichtetsein der Entwicklung, das „zweckmäßige“ Reagieren der Organe ergab Widersprüche gegen die mechanistisch-darwinistische Auffassung. Der Verf. betrachtet das erlebende Subjekt als Ausgangspunkt der Lebensforschung. Organismen sind einheitliche und spezifische Gefüge (Gestalten). Die gesamte Entwicklung der Erde und ihres Lebens macht den Eindruck eines weder zufälligen noch mosaikhaften, sondern eines gesetzmäßigen und einheitlichen Phänomens, einer Ganzheit im Werdevorgang, in der Richtung, im Rhythmus und in der harmonischen Ausgeglichenheit. Nicht nur für begrenzte Räume (Wassertümpel, Bäume, menschlicher Körper) ist Gleichgewicht unter den lebenden Insassen die Regel, sondern auch für größere Komplexe, wie Inseln, Seen, Kontinente und Ozeane, endlich sogar für den gesamten Wohnraum Erde. „Heute beginnt man wieder zu empfinden, daß das Wort Zufall, auf das Werden der großen Tier- und Pflanzentypen, auf das Entstehen von Bodenbakterien, lichtbindenden Pflanzen etc. angewandt, bloß ein ärmliches Wort, ein Unbegriff und ein Unsinn ist … Heute empfinden viele wieder das von innen heraus Gesetzmäßige, Planvolle, Harmonische des Kosmos und der lebendigen Welt … sachlich auf Grund eines verfeinerten Gefühls für Gleichgewicht, Stil, Rhythmus.“ Jeder lebendige Körper ist eine spezifische Vorgangskette, ein Gesamtrhythmus, eine Zeitgestalt. Die Zeitgestalt wird durch Selbstinduktion geprägt: in allen Grundzügen der Geschehensfolge durch Organisatoren, in den erblichen aber vertretbaren Modalitäten durch Genimpulse, endlich durch vielerlei regulierende Wirkungen, z. B. die der sogenannten Hormone. Auf den Organismus paßt nicht das Symbol der Maschine,