You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Frage einer Laiin auf dem Wege zu jener Basler Sitzung vom 26. April 1936, in welcher Dr. Graber erstmals seine im Titel genannten Ausführungen vortrug: was ist wohl mit diesen „zweierlei Mechanismen“ gemeint? Antwort: analytisch stellen wir uns den Vorgang der Identifizierung nach dem deutschen Sprichwort vor: man ist, was man ißt; ich vermute, daß Dr. Graber als zweiten Mechanismus das zur Darstellung bringen wird, was unsere Sprache unter anderm mit dem Wort Einfühlung bezeichnet.
Bei diesem Gespräch über eine intro-und projektive Seite der Identifizierung kamen mir noch folgende Erinnerungen. Ich sah in Freuds „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ die Stelle, wo es in Abhandlung II innerhalb des Randhinweises „Prägenitale Organisationen“ von deren erster heißt: „Einverleibung des Objekts … Vorbild dessen, was späterhin als Identifizierung eine so bedeutsame psychische Rolle spielen wird.“ Und was den „zweiten Mechanismus“ anbetrifft, erinnerte ich mich aus einem 16 Jahre zurückliegenden Vortrag folgender eigener Äußerung: „Das, was man Einfühlung nennt, wäre in vielen Fällen eher Ausfühlung zu nennen.“2
In der Psychoanalyse pflegen wir eine klare Subjekt-Objektbeziehungin Gegensatz zu stellen zu einer Subjekt-Objektverschmelzung, wie sie mit der Identifizierung stat that, wobei weiter hindie Auffassung gilt, daß die man-gelhafte Differen zierung ein Primär-, die Subjekt-Objektscheidungein Sekundärvorgang sei.
Bloß die Subjekt-Objektverschmelzung durch Introjektion, also zu Ungunsten des Objekts, pflegte man bis anhin als Identifizierung zu bezeichnen. Dies ist nach bisherigem analytischem Brauch die Identifizierung katexochen. Über den polar entgegengesetzten, projektiven Vorgang, der erwartungsgemäß mit Subjektverlust verbunden sein muß, vernehmen wir