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„Daß ihr Menschen, um von einer Sache zu reden, gleich sprechen müßt: das ist töricht, das ist klug, das ist gut, das ist bös! Und was will alles heißen? Habt ihr deswegen die inneren Verhältnisse einer Handlung erforscht? Wißt ihr mit Bestimmtheit die Ursachen zu entwickeln, warum sie geschah, warum sie geschehen mußte? Hättet ihr das, ihr würdet nicht so eilfertig mit euren Urteilen sein.“
Wir alle haben schon Beschreibungen von Selbstmordfällen gelesen, deren Motiv ein schwerer wirtschaftlicher Fehlschlag oder der Tod eines geliebten Wesens war. Wie sind solche Selbstmorde psychologisch zu erklären?
Das Individuum faßt den Tod eines geliebten Menschen oder eine wirtschaftliche Niederlage wie unersetzliche Verluste auf; das Leben hat alles Interesse verloren, denn infolge des Bankrotts oder des Todesfalls hält sich der Mensch für unfähig, seine wichtigsten Wünsche zu befriedigen. Das Leben verliert seinen fesselnden und befriedigenden Charakter; so ist es nicht erstaunlich, daß das Individuum erwägt, seiner Existenz durch Selbstmord ein Ende zu setzen.
Wissenschaftlich könnten wir diese Tatsache so definieren: Der Verlust eines lebenswichtigen libidinösen Objektes ist eine der Ursachen des Selbstmordes.2